Kurz gesagt: Ein CMS ist eine Software zum Erstellen und Bearbeiten von Website-Inhalten über ein Administrationspanel, ohne HTML- oder CSS-Kenntnisse. Es gibt Open-Source-CMS (z. B. WordPress, Joomla, Drupal), SaaS (z. B. Wix, Squarespace, Shopify), Headless (z. B. Strapi, Contentful) und Eigenentwicklungen, die für ein bestimmtes Unternehmen geschrieben werden. Am beliebtesten ist WordPress – laut W3Techs laufen etwa 40 % aller Websites damit.
Inhaltsverzeichnis
- Was ist ein CMS?
- Wie funktioniert ein Content-Management-System?
- CMS-Arten: Open Source, SaaS, Headless und Eigenentwicklung
- Die beliebtesten CMS
- Wie wählt man ein CMS für das Unternehmen?
- Wann reicht ein CMS nicht aus?
- FAQ
Was ist ein CMS?
CMS ist die Abkürzung für das englische Content Management System – ein System zur Verwaltung von Inhalten. Es ist eine Software, die den Inhalt einer Website (Texte, Bilder, Produkte, Beiträge) von ihrem Aussehen und Code trennt. Dadurch kann eine Person ohne Programmierkenntnisse in wenigen Minuten einen Artikel hinzufügen, das Bild auf der Startseite austauschen oder den Preis eines Produkts ändern, ohne einen Entwickler einzubinden.
Die meisten Unternehmenswebsites, Blogs, Nachrichtenportale und Onlineshops laufen auf einem CMS. Die ersten Systeme dieser Art entstanden Mitte der 1990er-Jahre, heute sind sie der Standard bei der Erstellung von Websites.
Wie funktioniert ein Content-Management-System?
Ein typisches CMS besteht aus zwei Teilen:
- dem Administrationspanel (Back-Office) – hier fügt der Redakteur Inhalte hinzu und bearbeitet sie, verwaltet Menüs, Medien, Nutzer und Berechtigungen,
- der Darstellungsschicht (Front-End) – dem Template, das die Inhalte aus der Datenbank abruft und den Besuchern als Website anzeigt.
Die Inhalte werden in einer Datenbank gespeichert (meist MySQL oder PostgreSQL), und die Funktionen werden durch Plugins erweitert: Formulare, SEO, Shop, Mehrsprachigkeit oder Integrationen mit Unternehmenssystemen.
CMS-Arten: Open Source, SaaS, Headless und Eigenentwicklung
| Art | Beispiele | Vorteile | Einschränkungen |
|---|---|---|---|
| Open Source | WordPress, Joomla, Drupal, PrestaShop | keine Lizenzgebühren, riesige Auswahl an Plugins und Themes, volle Kontrolle über Code und Hosting | Updates und Sicherheit müssen gepflegt werden, Hosting liegt bei Ihnen |
| SaaS (im Abonnement) | Wix, Squarespace, Shopify | schneller Start, Hosting und Updates inklusive, Drag-and-drop-Baukasten | Abonnement, eingeschränkte Anpassbarkeit, schwierigere Migration |
| Headless | Strapi, Contentful, Sanity | Inhalte per API für Website, mobile App und andere Kanäle; beliebiges Front-End | erfordert Entwickler für den Aufbau der Darstellungsschicht |
| Eigenentwicklung | ein von einem Softwarehaus entwickeltes System | an die Prozesse des Unternehmens angepasst, nur die benötigten Funktionen | höchste Kosten für Entwicklung und Betrieb, Abhängigkeit vom Auftragnehmer |
SaaS steht für Software as a Service – Software, die als Dienstleistung im Browser bereitgestellt wird und für die ein Abonnement bezahlt wird. Ein Headless-CMS ist dagegen ein System ohne „Kopf“, also ohne integriertes Template – es speichert nur die Inhalte, und diese kann eine beliebige Anwendung anzeigen.
Die beliebtesten CMS
Unternehmenswebsites, Blogs und Portale:
- WordPress – der klare Marktführer: etwa 40 % aller Websites im Internet und über 60 % der CMS-basierten Websites (Daten von W3Techs). Ein riesiges Ökosystem aus Plugins und Themes. Mehr im Artikel WordPress als CMS – Vor- und Nachteile.
- Joomla – Open Source mit umfangreicher Nutzerverwaltung, heute für neue Projekte seltener gewählt.
- Drupal – flexibel und sicher, beliebt bei großen Portalen und in der Verwaltung, erfordert mehr technisches Wissen.
- Wix und Squarespace – SaaS-Baukästen für einfache Visitenkarten-Websites und Portfolios.
Onlineshops (E-Commerce):
- WooCommerce – ein Shop-Plugin für WordPress, beliebt bei kleinen und mittleren Shops.
- PrestaShop – Open Source, im polnischen E-Commerce sehr verbreitet, mit Modulen für polnische Zahlungsanbieter und Kurierdienste.
- Shopify – ein Shop als SaaS, schneller Start ohne eigenes Hosting.
- Magento (Adobe Commerce) – eine Plattform für große Shops mit umfangreichem Katalog.
Bei 4B Systems implementieren wir am häufigsten Websites auf WordPress und Shops auf PrestaShop – beide Systeme haben eine große Community, viele fertige Erweiterungen und lassen sich gut mit CRM oder Zahlungssystemen integrieren.
Wie wählt man ein CMS für das Unternehmen?
Bevor Sie sich für ein System entscheiden, beantworten Sie einige Fragen:
- Wer bearbeitet die Inhalte und wie oft? Für ein Team ohne technisches Wissen zählen ein komfortabler Editor und Nutzerrollen.
- Welche Funktionen werden benötigt – Blog, Shop, mehrere Sprachen, Kundenbereich, mit dem CRM integrierte Formulare?
- SEO – Bearbeitung von Titeln und Beschreibungen, sprechende URLs, Sitemap, Ladegeschwindigkeit.
- Sicherheit und Updates – wer aktualisiert System und Plugins und wie oft?
- Integrationen – muss das CMS Daten mit CRM, ERP, Zahlungssystem oder Lager austauschen?
- Gesamtkosten – Lizenz oder Abonnement, Hosting, Implementierung, Betrieb und Weiterentwicklung in den kommenden Jahren.
- Skalierbarkeit – wird das System das Wachstum der Website in 2–3 Jahren tragen?
Wann reicht ein CMS nicht aus?
Ein CMS eignet sich hervorragend für Websites und Shops. Soll die Website jedoch komplexe Prozesse abbilden – Buchungen mit vielen Abhängigkeiten, ein Kundenportal mit Dokumenten, Abrechnungen, Aufgabenworkflow im Team –, geraten die Plugins in Konflikt miteinander und die Seite wird langsam. Dann ist eine individuelle Webanwendung die bessere Lösung oder eine Kombination: ein CMS für Marketinginhalte und ein separates System für die Prozesse.
FAQ – häufigste Fragen zum CMS
Wofür steht die Abkürzung CMS?
CMS steht für Content Management System, also ein System zur Verwaltung von Inhalten – eine Software zum Erstellen und Bearbeiten der Inhalte einer Website über ein Administrationspanel.
Welches ist das beliebteste CMS?
WordPress. Laut W3Techs laufen etwa 40 % aller Websites und über 60 % der auf CMS basierenden Websites mit WordPress.
Ist ein CMS kostenlos?
Open-Source-Systeme wie WordPress, Joomla oder PrestaShop haben keine Lizenzgebühren, aber Hosting, Domain, eventuelle kostenpflichtige Plugins und Themes sowie die Implementierung müssen bezahlt werden. SaaS-CMS werden im Abonnement betrieben.
Was ist ein Headless-CMS?
Ein CMS ohne integrierte Darstellungsschicht. Es speichert Inhalte und stellt sie über eine API bereit, sodass dieselben Inhalte auf die Website, in eine mobile App oder auf Bildschirme im Geschäft gelangen können.
Muss man programmieren können, um ein CMS zu bedienen?
Nein. Das tägliche Hinzufügen und Bearbeiten von Inhalten im CMS erfordert keine Programmierkenntnisse. Technisches Wissen ist bei der Implementierung, beim Aufbau des Templates, bei Integrationen und Updates hilfreich.
CMS oder individuelle Anwendung?
Für eine Unternehmenswebsite, einen Blog und einen typischen Shop genügt ein CMS. Eine individuelle Webanwendung ist sinnvoll, wenn die Website komplexe Geschäftsprozesse, ungewöhnliche Abrechnungen oder umfangreiche Integrationen mit Unternehmenssystemen abbildet.
