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PostgreSQL oder MySQL – welche Lösung ist besser?

Datenbanken sind fester Bestandteil nahezu jeder IT-Software. Ein einfaches System, das grundlegende Abfragen bearbeitet, ist jedoch etwas ganz anderes als eine Datenbank, die eine Vielzahl komplexer Befehle beantwortet. Heute kommen im Bereich der Datenbanken vor allem zwei Programme zum Einsatz: MySQL und PostgreSQL . Die Wahl zwischen beiden sollte nicht dem Zufall überlassen werden, denn jede von ihnen hat eigene Stärken, die ihr einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz verschaffen.

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PostgreSQL oder MySQL – welche Lösung ist besser?

Was ist MySQL?

MySQL ist derzeit die bei Entwicklern beliebteste Datenbank – statistisch gesehen liegt jede zweite Datenbank in diesem System. Sie wurde erstmals 1995 für dynamische Webanwendungen veröffentlicht. Sie ist in C/C++ geschrieben, und für die Sicherheit sorgt das TLS-Protokoll. Das System ist schlank und schnell, hat jedoch gewisse Einschränkungen und wird daher hauptsächlich für einfache Internetprojekte eingesetzt. Ihre Beliebtheit verdankt die Datenbank unter anderem dem Umstand, dass sie Bestandteil des LAMP-Stacks ist, also einer offenen Sammlung von Webanwendungen (Linux, Apache HTTP, MySQL und PHP). Die Basisversion von MySQL steht unter einer Open-Source-Lizenz, in der erweiterten, kostenpflichtigen Version finden sich jedoch zusätzliche Funktionen, spezielle Plug-ins und der offizielle Support von Oracle. MySQL-Lösungen werden in Projekten wie Facebook, Google oder NASA eingesetzt.

Was ist PostgreSQL?

PostgreSQL ist die am zweithäufigsten verwendete Datenbank, deren Einsatz im Laufe des letzten Jahrzehnts dynamisch gewachsen ist. Postgres – so wird das System umgangssprachlich genannt – erblickte 1986 das Licht der Welt und geht auf ein … Hochschulprojekt zurück. Ursprünglich rief die University of California in Berkeley 1977 das Projekt Ingres ins Leben, das das erste relationale Datenbanksystem werden sollte. Der Projektleiter – Dr. Michael Stonebraker – beschloss, das Projekt weiterzuentwickeln, woraus Post-Ingres entstand, kurz „Postgres“. Das System, wie wir es heute kennen, wurde 1995 veröffentlicht, nachdem die ursprüngliche Anwendung um zusätzliche Lösungen erweitert worden war, u. a. um einen SQL-Interpreter. Man kann sagen, dass es in den Jahren 1995–2010 seiner Zeit etwas „voraus“ war – es war eine fortgeschrittene Datenbank, zu fortgeschritten für den allgemeinen Gebrauch. Mit der Verbreitung der sozialen Medien und dem Aufschwung des E-Commerce zeigte sich jedoch, dass PostgreSQL geradezu unersetzlich ist. Auf ihr basieren Unternehmen und Anwendungen wie Apple, Instagram oder Etsy.

PostgreSQL und MySQL – die wichtigsten Unterschiede

Schon der erste Satz der Beschreibung dieser beiden Systeme verweist auf einen Unterschied zwischen MySQL und PostgreSQL. Das erste Programm ist eine relationale Datenbank, das zweite eine objektrelationale Datenbank. Das bedeutet, dass Postgres eine gewisse „Toleranz“ gegenüber Abstraktion bietet, z. B. die Vererbung von Tabellen. PostgreSQL ist die leistungsfähigere Datenbank und kann komplexe Abfragen in großer Zahl verarbeiten. MySQL gleicht dies durch seine Dynamik bei einfachen Abfragen und bei der Verwaltung kleinerer Webanwendungen aus. Damit einher geht auch die intuitive Bedienung – Mitarbeiter ohne IT-Bezug und Personen, die gerade erst in die IT einsteigen, finden sich in MySQL leichter zurecht. Beachtenswert sind Clustering und Replikation – hier schneidet Postgres besser ab, das sich zum Beispiel dadurch auszeichnet, dass es Kaskaden unterstützt. Genau diese Unterschiede bestimmen in Verbindung mit den Anforderungen des Kunden, auf welche Lösung unser Team von 4B Systems zurückgreift. Wenn wir den Verwendungszweck der Anwendung kennen, können wir beantworten, welche Lösung die bessere ist.

Was ist besser – PostgreSQL oder MySQL?

Die Frage ist so gestellt nicht ganz richtig, denn die Antwort lautet immer „Es kommt darauf an“. Das ist, als würde man einen Autofahrer fragen, was besser ist – ein sportlicher Roadster oder ein geräumiger Minivan. Ebenso hängt die Wahl zwischen PostgreSQL und MySQL immer davon ab, zu welchem Zweck die jeweilige Datenbank entstehen soll. Die einfachste gängige Einteilung orientiert sich am Umfang und an der Komplexität der gespeicherten Daten. Während Postgres mit enormen Informationsmengen, in denen komplizierte Zusammenhänge bestehen, hervorragend zurechtkommt, eignet sich MySQL bestens für einfachere, weniger anspruchsvolle Daten. Analog dazu ist MySQL bei einfachen oder wenigen Abfragen die passende Wahl, PostgreSQL dagegen bei komplexen Abfragen und großen Datenmengen. Um beim Autobeispiel zu bleiben: MySQL ist der sportliche Roadster, der mit großartigen Fahrleistungen begeistert und sich hervorragend fahren lässt, im Gegensatz zum Minivan – also PostgreSQL ­– aber keine fünf Personen für den Urlaubsausflug in die Berge aufnehmen kann.

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